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Wie kommen die Bienen in das Bee.House?


Bee.House ist eine Nisthilfe, die mit der ETH Zürich für wild lebende Honigbienen entwickelt wurde. Bis sich Honigbienen von selbst einnisten, dient Bee.House aber auch vielen anderen Tieren wie Vögeln und Insekten als Nisthilfe. Grundsätzlich besiedeln die Honigbienen das Bee.House von selbst. Man kann die Späherbienen aber mit etwas Bienenwachs anlocken. Es ist wie mit den Nisthilfen für Vögel. Wenn die Umgebung stimmt, dann kommen sie von selbst. Man kann aber auch etwas nachhelfen, indem man einen Bienenschwarm einlogiert. Dazu braucht man aber Erfahrung. Also keine Bienenschwärme per Internet bestellen, sondern besser mit einem Imker sprechen.

Foto: Ein Schwarm an einem Prototypen von Bee.House




Was soll ich machen, wenn keine Bienen einziehen?


Geduld haben. Meistens ziehen aber andere interessante Insekten ein, wie z.B. Hornissen wie im Bild oder aber Vögel oder kleine Säugetiere nutzen die Bruthöhle.




Woher bekomme ich Bienen?


Am besten suchst du den Kontakt zu Imkern oder anderen Bee.House Besitzern. Die meisten Völker schwärmen (vermehren sich) einmal pro Jahr. Es braucht aber Erfahrung einen Schwarm einzufangen und dann einzulogieren.




Gibt es schon bevölkerte BEE.HOUSE?


Ja. In der Schweiz und in Süditalien überlebten Völker schon mehrere Jahre in Hanf Kalk Nisthilfen. Aber aufgepasst. Die Überlebenschancen im ersten Jahr liegen in der freien Natur etwa bei 30%. Falls die Bienen schon eine gebaute Wabenstruktur eines Vorgänger-Volkes antreffen ist die Überlebenschance etwa 70%. Wichtig ist nicht das einzelne Volk, sondern eine Population von mehreren Völkern...




Was ist der ideale Standort für ein BEE.HOUSE?


Die Bienen sind froh, wenn sie überhaupt eine Behausung finden. Darum sind sie nicht so wählerisch. Es hilft aber, wenn die Behausung wegen der Feuchtigkeit nicht direkt auf dem Boden steht und es sollte eine Überdachung angebracht werden. Die Ein- und Abflugrichtung sollte nicht mit einem Ort kreuzen, wo sich Menschen aufhalten wollen. Bei engen Platzverhältnissen hilft es, wenn der Eingang über den Köpfen von Menschen liegt. Dann kommt man sich nicht in die Quere. Der Platz muss nicht sonnig sein. Im Sommer sind die Bienen froh, wenn sie ihr Zuhause nicht kühlen müssen.




Muss ich Imker sein, um ein Bee.HOUSE aufzustellen?


Nein. Die Idee des Bee.Houses, das wir den Bienen eine ideale Nisthilfe zur Verfügung stellen, die es ihnen erlaubt selbständig darin zu überleben.




Wer kann ein BEE.HOUSE aufstellen? Braucht es handwerkliche Kenntnisse?


Jeder kann ein Bee.House aufstellen. Das Bee.House wurde so entwickelt, das die fünf Hexagon-Elemente einfach aufeinander gestapelt werden können. Man braucht kein Werkzeug dazu. Kleine Spalten und Risse, die im Hanf-Kalk natürlich vorkommen, werden von den Bienen selbst verklebt und “repariert”.




Was ist der ideale Standort für ein BEE.HOUSE?


Die Bienen sind froh, wenn sie überhaupt eine Behausung finden. Darum sind sie nicht so wählerisch. Es hilft aber, wenn die Behausung wegen der Feuchtigkeit nicht direkt auf dem Boden steht und es sollte eine Überdachung angebracht werden. Die Ein- und Abflugrichtung sollte nicht mit einem Ort kreuzen, wo sich Menschen aufhalten wollen. Bei engen Platzverhältnissen hilft es, wenn der Eingang über den Köpfen von Menschen liegt. Dann kommt man sich nicht in die Quere. Der Platz muss nicht sonnig sein. Im Sommer sind die Bienen froh, wenn sie ihr Zuhause nicht kühlen müssen.




Muss ich Imker sein, um ein Bee.HOUSE aufzustellen?


Nein. Die Idee des Bee.Houses, das wir den Bienen eine ideale Nisthilfe zur Verfügung stellen, die es ihnen erlaubt selbständig darin zu überleben.




Gibt es gesetzliche Vorschriften für die Haltung von Bienen?


Ja, wenn man die Völker aktiv als Imker bewirtschaftet. Bee.House ist aber eine passive Nisthilfe für Wildtiere. Von daher muss man die Bienen nicht beim Veterinäramt anmelden. Im Notfall kann man aber ein Bee.House auch öffnen




Muss ich meinen Nachbarn fragen, bevor ich ein BEE.HOUSE aufstelle?


Nein. Es ist aber immer gut, wenn man vorher den Dialog sucht. Die Angst vor Honigbienen und Hornissen ist aber immer noch sehr gross. Wenn man sie aber nicht stört, sind sie sehr sanftmütig. Deshalb sollte man einen Standort wählen, wo sich Bienen und Mensch grundsätzlich nicht zu stark in die Quere kommen.




Ich wohne in der Stadt. Finden die Bienen dort genug Nahrung?


Grundsätzlich bieten Stadtgebiete ein sehr diverses Nahrungsangebot für die Bienen, da es dort keine Monokulturen gibt. Wenn man einen Platz findet, wo sich Menschen und Bienen nicht in die Quere kommen ist die Stadt ein guter Standort.




Kann ich auch mehrere BEE.HOUSE nebeneinander aufstellen? Wie weit weg von anderen Bienenstöcken sollte ich mein BEE.HOUSE aufstellen?


Es macht wenig Sinn mehrere Bee.House nebeneinander aufzustellen, wenn du wild lebenden Honigbienen unterstützen möchtest. In der Natur ziehen die Bienen mindestens ein paar hundert Meter weit weg vom nächsten Bienenvolk. Wenn sie aber eine ideale Nisthilfe in der näheren Umgebung finden und das Futterangebot gut ist, kann es auch näher sein. Die Natur ist da flexibel. Und falls eine Nisthilfe nicht von Bienen besetzt wird, sind andere Tiere dafür dankbar. Kurz: Man kann mehrere Bee.Houses eng nebeneinander aufstellen. Es macht aber nicht viel Sinn. In einem grossen Garten kann es aber spannend sein, zu beobachten welche Tiere sich an welchem Ort einnisten.




Wer kann ein BEE.HOUSE aufstellen? Braucht es handwerkliche Kenntnisse?


Jeder kann ein Bee.House aufstellen. Das Bee.House wurde so entwickelt, das die fünf Hexagon-Elemente einfach aufeinander gestapelt werden können. Man braucht kein Werkzeug dazu. Kleine Spalten und Risse, die im Hanf-Kalk natürlich vorkommen, werden von den Bienen selbst verklebt und “repariert”.




Woraus besteht Hanf-Kalk?


Hanfkalk besteht aus Hanfschäben und Kalk in einem Mischverhältnis im Volumen: 4/5 Hanfschäben, 1/5 Kalk. Dieses Gemisch wird zu einem Baustein gepresst und anschließend schonend luftgetrocknet.




Warum verwendet ihr Hanf-Kalk und nicht eine Holzklotzbeute?


BEE.HOUSE ist ein Experiment, mit dem wir versuchen die Eigenschaften von Baumhöhlen nachzubauen. Klotzbeuten sind sehr schwer und aufwendig herzustellen. Deshalb sind sie schwierig zu transportieren, aufzustellen und werden damit teuer. Damit Bienenvölker in der Natur aber überlebensfähig sind, braucht es eine Population. Deshalb suchten wir nach einer Nisthilfe, die an möglichst vielen Orten aufgestellt werden kann und günstig ist. Hanf-Kalk ist ein sehr nachhaltiger Baustoff, da er Kohlenstoff bindet und deshalb CO2 negativ ist. (mehr dazu in der Frage "Was bedeutet CO2 negativ"?)




Welches sind die idealen Maße für ein Honigbienennest?


In unseren Breitengraden sollte eine Behausung für Honigbienen etwa ein Volumen von 30-60 Litern haben, damit sie genug Futter für den Winter einlagern können.




Warum wird das BEE.HOUSE nicht aus einem Stück gefertigt?


Ideale Bienenbehausungen isolieren nicht nur gut, sondern puffern die Temperaturschwankungen. Dazu braucht es die beiden Eigenschaften von Isolation (kWert) und Masse, die Energie aufnehmen kann. Holz und Hanf-Kalk eignen sich dazu bestens. Zudem sollte das ganze System aber atmungsaktiv bleiben und einen Teil der Feuchtigkeit puffern können. Daher bauen wir das Bee.House aus mehreren Teilen, die einfach stapelbar sind.




Wie verhält sich das Bee.House wärmetechnisch zu anderen Bienenbenausungen?


Es wurden ausführliche Messreihen dazu durchgeführt. Dabei erreichte das Bee.House aus Hanf und Kalk praktisch die gleiche Werte wie eine Baumhöhle in einer grossen Eiche. Gute Isolation, sehr wärmestabil durch die Masse und atmungsaktiv. Optimal für die Bienen.




Wie kommen die Bienen in das Bee.House?


Bee.House ist eine Nisthilfe, die mit der ETH Zürich für wild lebende Honigbienen entwickelt wurde. Bis sich Honigbienen von selbst einnisten, dient Bee.House aber auch vielen anderen Tieren wie Vögeln und Insekten als Nisthilfe. Grundsätzlich besiedeln die Honigbienen das Bee.House von selbst. Man kann die Späherbienen aber mit etwas Bienenwachs anlocken. Es ist wie mit den Nisthilfen für Vögel. Wenn die Umgebung stimmt, dann kommen sie von selbst. Man kann aber auch etwas nachhelfen, indem man einen Bienenschwarm einlogiert. Dazu braucht man aber Erfahrung. Also keine Bienenschwärme per Internet bestellen, sondern besser mit einem Imker sprechen.

Foto: Ein Schwarm an einem Protoypen von Bee.House




Was bedeutet 90 Prozent CO2 negativ?


Beim Wachstum des Hanf werden große Mengen an CO² eingelagert. Dies, weil Hanf in kurzer Zeit extrem schnell wächst, ca. 50 Mal schneller als Holz. In der Produktion wird sehr wohl CO² freigesetzt, aber im Verhältnis zu anderen Baustoffen relativ wenig, weil es nicht gebrannt wird, sondern nur Luftgetrocknet. Auch das Bindematerial Kalk holt in der Karbonatisierung einen Teil des zuvor ausgestoßenen CO² zurück. In der Summe ist das Material dann CO² negativ, weil mehr gespeichert wird, als ausgestoßen




Muss ich meine Bienen zusätzlich füttern?


Nein. Wenn du ihnen keinen Honig nimmst sollten sie genug Futter haben den Winter zu überleben. Die Geometrie und die Isolation des Bee.House ist so ausgelegt, dass die Bienen möglichst wenig Energie brauchen, um die ideale Temperatur herzustellen. Aber die Natur ist brutal. Nicht alle Tiere überleben den Winter.




Muss ich die Bienen gegen Varroa behandeln?


In den letzten Jahren konzentrierte sich die Diskussion über die Gesundheit der Honigbienen auf das
Thema Varroamilbe. Es wurde angenommen, dass die Varroa einer der Hauptfaktoren für den
Rückgang der Honigbienenpopulation ist. Von den Imkern wurde die Varroa meistens mit
Ameisensäurebehandlungen dezimiert. Neueste Forschungen zeigen aber, dass die Honigbiene mit der
Varroabelastung selbst umgehen kann, wenn sie nicht zusätzlich von Imkern durch Honigentnahme
und und diversen Behandlungen gestresst werden.




Muss ich mich vor Bienenstichen fürchten?


Wenn man den Bienen keinen Honig nimmt und der Standort des Bee.House gut gewählt ist, merkst du nicht viel von den Bienen. Sie sind nicht aggressiv, solange man nicht direkt vor oder an ihrer Behausung zu Gange ist. Bei Bienenstichallergien empfiehlt es sich aber ein Notfallset in Griffnähe zu halten.




Was ist die Lebenserwartung eines Bienenvolkes?


Eine sehr interessante aber auch schwierige Frage. Es kommt ein wenig auf die Betrachtungsweise an. Wenn man die Honigbienen als wilde, sich natürlich durch Schwarm vermehrende Wesen betrachtet ist die Antwort: Mehr als 45 Mio Jahre. So lange gibt es die Honigbienen schon. Beim Schwärmen teilt sich das Volk. Eine junge Königin bleibt im Nest zurück und wird später von externen Drohnen begattet und bringt so neue Eigenschaften (Genetik) ins Volk zurück. Die alte Königin besiedelt mit dem Rest des Volkes einen neuen Nistplatz. So kann die Frage nicht eindeutig beantwortet werden. Gesunde Honigbienen leben im Sommer etwa vier Wochen. Im Winter etwa sieben Monate. Eine Königin kann ein paar Jahre leben. Eine Königin macht aber noch kein Volk aus und ein Volk alleine bildet noch keine Population.




Was kann ich für meine Bienen tun, damit es ihnen gut geht?


Schau darauf, dass es in der Umgebung während den Sommermonaten möglichst verschiedene blühende Pflanzen gibt. Das erlaubt den Bienen sich und ihre Brut ausgewogen zu ernähren. Große Monokulturen wie Raps sind zwar gut für den Honigertrag aber bedeuten für Bienen eine einseitige Ernährung. Und nach der Ernte bleibt aus der Sicht der Bienen eine pflanzenlose Wüste zurück. Im Fachhandel gibt es verschiedene Samenmischungen, die unter dem Namen Bienenweide verkauft werden.




Kann ich ein wenig Honig ernten?


Nicht wirklich. Das Bee.House wurde als natürliche Behausung konzipiert, die es den Bienen erlaubt möglichst stresslos zu leben. Zudem braucht es viel Erfahrung abzuschätzen wie viel Honig man entwenden kann und man muss sich dem Abwehrverhalten der Bienen stellen und einige Stiche in Kauf nehmen. Die Bienen werden durch diesen Eingriff auch aggressiver auf ihre Umwelt, da sie ihr Nest verteidigen wollen.




(Wie) Kann ich den Honig meiner Bienen “ernten” ohne das Volk zu stark zu beeinträchtigen? Wieviel Honig kann ich ernten?


Wenn ein Volk den Winter nicht überlebt hat, kann man einen Teil der verbleibenden Honigwaben sicher und ohne Stiche herausschneiden. Der Honig ist immer noch gut genießbar. Entweder man presst die Waben in einer warmen Umgebung aus oder kaut den Honig direkt aus den Waben und spuckt den Wachs als kleine Knollen wieder aus.




Wie lange hält ein BEE.HOUSE?


Nichts hält ewig. Auch Klotzbeuten und alte Bäume zerfallen. Wenn das Bee.House mit einem kleinen Dach vor Nässe schützt wird es sicher ein Jahrzehnt überdauern.




Wie kann man ein BEE.HOUSE recyceln?


Da es sich beim Bee.House nur um die Kalk und Hanfschäben handelt, kann man es zerkleinern und in den Boden oder Kompost einarbeiten, wo es langsam verrottet.




Was wäre eine Alternative zu einem BEE.HOUSE?


Eine Klotzbeute oder sonstige Hohlräume, welche ein Volumen von 30-60 Litern haben sind gute Alternativen. Es gibt viele wilde Bienenvölker, welche sich in alten Gebäuden eingenistet haben. Man kann aber auch alten Paletten oder ähnlichem Material Nisthilfen schaffen. Wichtig ist, dass sie gut isoliert sind, gewisse Masse habe und atmungsaktiv sind.




Was ist der Unterschied zwischen einer Imkerbeute und einem BEE.HOUSE?


Kurz: Das Bee.House wurde an die natürlichen Bedürfnisse der Bienen angepasst. Imkerbeuten sind an die Bedürfnisse der Menschen angepasst worden: sie sind gut und einfach zugänglich. Sie möchten die Bienen so halten, um möglichst effizient Honig zu ernten oder aber Monokulturen effizient zu bestäuben. Oft sind die Beuten relativ schlecht isoliert, zu groß und nicht atmungsaktiv.




Was unterscheidet BEE.HOUSE von anderen Bienenbaumhöhlen-Simulationen?


Was unterscheidet BEE.HOUSE von anderen Bienenbaumhöhlen-Simulationen? Das Bee.House ist zu 90 Prozent CO2 negativ. Es lässt sich schnell und einfach aufbauen. Es ist ein Versuch, mit alten Baumaterialien neue behagliche Räume zu schaffen. Bee.House ist aber auch ein Denkanstoss wie man komplexe Probleme mit kleinen Schritten und neuen Denkweisen angehen und dabei viel lernen kann.




Maße und Gewicht?


Das komplette Bee.House besteht aus fünf Hanfkalk-Komponenten. Davon drei ausgehöhlte Mittelteile und zwei Abschlusskomponenten.
Nach dem Aufbau misst das bee.house in etwa 45cm Durchmesser und knapp 90cm Höhe.
Gesamtgewicht des Bee.House netto c.a 80kg +/- 10%.





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